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“Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben”: Richtlinie zur Förderung von transnationalen Forschungsprojekten zum Zusammenhang zwischen Ernährung und Epigenom (06.03.2018 – 31.12.2018)

Ein gesundheitsförderlicher Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender körperlicher Aktivität ist entscheidend für den Erhalt von Gesundheit und Wohlbefinden. Der wachsende Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung geht mit einer steigenden Prävalenz chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Krebs, kardiovaskulären und neurodegenerativen Erkrankungen einher. Dies stellt sowohl jeden Einzelnen als auch das Gesundheits­system und die Gesellschaft vor neue forschungs- und gesundheitspolitische Herausforderungen.

Die gemeinsame Programminitiative “Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben” wurde im Jahr 2010 als freiwilliger und partnerschaftlicher Zusammenschluss von Mitgliedstaaten und assoziierten Staaten der Europäischen Union gegründet. Sie verfolgt das Ziel, die europaweiten Anstrengungen im Bereich Ernährung, Ernährungsgewohnheiten, körperliche Aktivität und Gesundheit durch länderübergreifende Zusammenarbeit und Koordination auf Basis einer gemeinsamen Forschungsagenda zu bündeln und auszubauen.

Ziel des Förderprogrammes ist die Unterstützung von transnationalen Verbundvorhaben, die auf ein besseres Verständnis des Einflusses der Ernährung auf epigenetische Prozesse und deren Einfluss auf die Gesundheit abzielen. Dies soll langfristig die wissenschaftlichen Grundlagen zur Entwicklung von Interventionsstrategien zur Bekämpfung ernährungsbedingter Erkrankungen und zur Erhaltung der Gesundheit in allen Lebensphasen stärken.

Es können Forschungsvorhaben gefördert werden, in denen der Einfluss der Ernährung auf das Epigenom im Mittelpunkt steht. Es sollte mindestens einer der folgenden Bereiche abgedeckt werden:

  • die Erforschung von kausalen Zusammenhängen zwischen Ernährung, Epigenom und der Stoffwechselgesundheit, einschließlich molekularer und zellulärer Mechanismen sowie deren Umkehrbarkeit und Langzeiteffekte;
  • die Identifizierung von Risikofaktoren und frühen epigenetischen Veränderungen, die in die Entstehung von meta­bolischen Erkrankungen involviert sind;
  • die Auswirkungen ernährungsbedingter epigenetischer Veränderungen während der individuellen Lebensspanne sowie inter- bzw. mögliche transgenerationale epigenetische Effekte;
  • die Untersuchung von modifizierbaren Faktoren (z. B. Ernährung, kombinierte Wirkung von Ernährung und körperlicher Aktivität, Mikrobiom etc.), die epigenetische Veränderungen in bestimmten Lebensphasen bewirken könnten;
  • die Untersuchung des Einflusses der Ernährung und des Ernährungsstatus der Mutter auf die intrauterine Umgebung und daraus resultierende Effekte auf das fetale Epigenom und die spätere Gesundheit des Kindes.

Die Fördermittel werden, je nach Art und Umfang des Vorhabens, in Form von Zuschüssen erteilt.

Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden individuell bis zu 100% gefördert.

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit FuE-Kapazitäten erhalten in der Regel eine Anteilfinanzierung von 50%, wobei eine Eigenbeteiligung von mindestens 50% vorausgesetzt ist.

Projektskizzen sind in der ersten Verfahrensstufe bis spätestens 12.04.2018 einzureichen.

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